Daystar 125, VL 125 Daystar, VL 125 Daystar Classic

Fehleranalyse nach Motorschaden

13. Jun 2026, 11:11

Hallo Zusammen,

Ich habe nachdem ich meine Daystar vor ein paar Wochen gekauft hatte nach gerade einmal 600km einen richtig schönen Motorschaden erlitten. Um das zukünftig besser zu machen Frage ich mich wie es zu meinem Schaden gekommen ist. Ich beschreibe erstmal wie es zu dem Schaden kam und was aus meiner Sicht passiert ist. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause ist mir aufgefallen das ich nicht mehr auf die 100km/h laut Tach komme sondern nur noch 90km/h. Ansonsten lief alles erstmal ganz normal. ca 2km vor zu Hause kamen an einer Kreuzung klackende Geräusche aus dem Bereich des Motors ganz kurz und nur 5-6 Klackgeräusche. Ich würde es als Schraube in einer Blechdose beschreiben. Ich bin angefahren und nach ein paar Metern ging die Maschine einfach aus. Ich rollte an den Rand und bemerkte das Qualm aus dem Auspuff kam. Ein kurzer Startversuch brachte nur komische Geräusche und ich entschied mich das Motorrad den restelichen Weg nach Hause zu schieben. Daheim habe ich die Zündkerze ausgebaut und die sah aus als hätte einer mit dem Hammer draufgeschlagen.

Jetzt habe ich den Motor ausgebaut und den Zylinderkopf abgenommen da die Zündkerze mit zeigte das ich es nicht schlimmer machen konnte. Ergebnis meiner Recherche war das die Kette abgesprungen aber nicht gerissen war. Der Ventildeckel sieht total verballert aus und der Zylinder hat alle vier Ventile getroffen und ist auch total zerlegt. Aufgefallen istmir das beim Ölablassen aus der Öffnung Kugeln wie aus einem Kugellager kamen Und Teile vom Zylinder wie seich herausstellte. Den Ursprung der Kugeln habe ich gefunden, an der Nockenwelle ist auf Seite des Zahnrades das ganze Lager (Pfeil Bild) kaputt. Ich denke das daurch das Zahnrad so weit gekippt ist das die Kette abgesrungen, oder übersprungen und dann abgesprungen ist. Ergebniss war dann der Kontakt Zylinder mit Ventilen und die Zündkerze denke ich hat denabgerissenen Ventilteil gesehen.

Jetzt also die Fragen die mich noch beschäftigen.

1: Wie ging das Lager kaputt ?
2: Die Nockenwelle hat an einer Nocke mindestens 1mm plan weggeschliffen (roter Kreis Bild). Ging das also schon länger und ich war zu doof das zu hören oder zu merken ?
3: Wenn ich einen Ersatzmotor besorge soll ich den dann zu lassen und das beste hoffen oder mindestens den Ventildeckel abnehmen und dieses Lager prüfen.
4: Ich habe ein FI (Einspritzer Motor) und gelesen das es egal ist aus welchem Modell der Motor stammt (VL/VL/VS) der Unterschied wäre nur in der Optik stimmt das tatsächlich?
5: Was würde denn jetzt Sinn machen wenn man gerade den Motor raus hat noch zu reparieren ?

Ich hänge noch ein paar Bilder der Schäden an und bin gespannt ob meine Theorie stimmt oder der Hund ganz woanders begraben liegt wie an so schön sagt.
Dateianhänge sind nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

Re: Fehleranalyse nach Motorschaden

13. Jun 2026, 14:12

Constantin hat geschrieben:Hallo Zusammen,

Ich habe nachdem ich meine Daystar vor ein paar Wochen gekauft hatte nach gerade einmal 600km einen richtig schönen Motorschaden erlitten. Um das zukünftig besser zu machen Frage ich mich wie es zu meinem Schaden gekommen ist. Ich beschreibe erstmal wie es zu dem Schaden kam und was aus meiner Sicht passiert ist. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause ist mir aufgefallen das ich nicht mehr auf die 100km/h laut Tach komme sondern nur noch 90km/h. Ansonsten lief alles erstmal ganz normal. ca 2km vor zu Hause kamen an einer Kreuzung klackende Geräusche aus dem Bereich des Motors ganz kurz und nur 5-6 Klackgeräusche. Ich würde es als Schraube in einer Blechdose beschreiben. Ich bin angefahren und nach ein paar Metern ging die Maschine einfach aus. Ich rollte an den Rand und bemerkte das Qualm aus dem Auspuff kam. Ein kurzer Startversuch brachte nur komische Geräusche und ich entschied mich das Motorrad den restelichen Weg nach Hause zu schieben. Daheim habe ich die Zündkerze ausgebaut und die sah aus als hätte einer mit dem Hammer draufgeschlagen.

Jetzt habe ich den Motor ausgebaut und den Zylinderkopf abgenommen da die Zündkerze mit zeigte das ich es nicht schlimmer machen konnte. Ergebnis meiner Recherche war das die Kette abgesprungen aber nicht gerissen war. Der Ventildeckel sieht total verballert aus und der Zylinder hat alle vier Ventile getroffen und ist auch total zerlegt. Aufgefallen istmir das beim Ölablassen aus der Öffnung Kugeln wie aus einem Kugellager kamen Und Teile vom Zylinder wie seich herausstellte. Den Ursprung der Kugeln habe ich gefunden, an der Nockenwelle ist auf Seite des Zahnrades das ganze Lager (Pfeil Bild) kaputt. Ich denke das daurch das Zahnrad so weit gekippt ist das die Kette abgesrungen, oder übersprungen und dann abgesprungen ist. Ergebniss war dann der Kontakt Zylinder mit Ventilen und die Zündkerze denke ich hat denabgerissenen Ventilteil gesehen.

Jetzt also die Fragen die mich noch beschäftigen.

1: Wie ging das Lager kaputt ?
2: Die Nockenwelle hat an einer Nocke mindestens 1mm plan weggeschliffen (roter Kreis Bild). Ging das also schon länger und ich war zu doof das zu hören oder zu merken ?
3: Wenn ich einen Ersatzmotor besorge soll ich den dann zu lassen und das beste hoffen oder mindestens den Ventildeckel abnehmen und dieses Lager prüfen.
4: Ich habe ein FI (Einspritzer Motor) und gelesen das es egal ist aus welchem Modell der Motor stammt (VL/VL/VS) der Unterschied wäre nur in der Optik stimmt das tatsächlich?
5: Was würde denn jetzt Sinn machen wenn man gerade den Motor raus hat noch zu reparieren ?

Ich hänge noch ein paar Bilder der Schäden an und bin gespannt ob meine Theorie stimmt oder der Hund ganz woanders begraben liegt wie an so schön sagt.


Achso ich habe noch vergessen zu erwähnen das die Maschine 14000km gelaufen ist und Baujahr2016 ist.

Re: Fehleranalyse nach Motorschaden

15. Jun 2026, 10:02

Ich kann aus eigener leidvoller Erfahrung sagen, dass die Materialqualität und Lebenserwartung von Motorrädern und deren Motoren seit 2010 kontinuierlich steil bergab geht.

Bei mir traf es eine 2014er Suzuki GW250 'Inazuma' die nach 15.000km einen Lagerschaden hatte - obwohl auch dieses Motorrad als 'unkaputtbar' gilt.

Während Fahrzeuge aus den 1990er Jahren bis heute völlig unproblematisch laufen und Laufleistungen weit über 100tkm abspulen sind einige 'moderne' und 'neue' Maschinen bereits nach 20tkm reif für den Schrott.

Ganz schlimm betrifft dies Motorräder und Roller, die (teilweise) in China produziert wurden.

Ein kaputtes Lager kann viele Ursachen haben. Z.B. zu wenig, zu altes oder das falsche Öl. Wahrscheinlicher: Einfach ein Produktions- oder Montagefehler.

Das bei einem Ersatzmotor der gleiche Fehler auftritt halte ich für wenig wahrscheinlich - sonst wären die Foren voll von Meldungen über solche Defekte.

Re: Fehleranalyse nach Motorschaden

16. Jun 2026, 09:52

Hallo Tobi, danke für deinen Beitrag. Ein Austauschmotor ist schon auf dem Weg zu mir. Da werde ich den Ventildeckel abnehmen und kurz die Lager und Nockenwelle anschauen. Bin gespannt wie der Motor klingt. Mich ärgert das ich nichts gehört habe was das Lager betrifft.