6. Jun 2018, 23:01
6. Jun 2018, 23:21
6. Jun 2018, 23:39
11. Jun 2018, 06:37
12. Jun 2018, 07:39
Mumpfel hat geschrieben:Ich würde erstmal schauen ob der Bremssattel ausreichend freigängig ist, sprich der Kolben nach Lösen der Bremse ca. 1-2mm zurückgeht und der Sattel auf den Stiften frei ist. Wie der Name schon sagt, es ist eine Schwimmsattelbremse.
Das der Kolben durch die Bremsscheibe zurückgedrückt wird ist "Nonsens", sorry. Und das sich eine Bremsscheibe durch Ionenwanderung verformt -. Eher von Überhitzung.
Gruß Michael
12. Jun 2018, 09:57
12. Jun 2018, 13:37
12. Jun 2018, 22:01
loetlampe hat geschrieben:Hallo Gerhard,
normalerweise sorgt die Kolbendichtung dafür, dass der Kolben nach dem Bremsen wieder ein Stück zurück gezogen wird, nennt sich Rollback, dabei wird die Dichtung beim Bremsen
ein wenig "verdreht", lässt man die Bremse los, möchte die Dichtung wieder in ihre ursprüngliche Form zurück und dreht sich in diese, dabei zieht sie den Kolben wieder ein ganz
kleines Stück von der Bremsscheibe weg.
Ist diese Dichtung durch Dreck nicht mehr in dieser Weise funktionstüchtig, kann es zu den von dir genannten Ergebnissen kommen.
Ich würde genau wie Michael es schreibt, den Kolben mal penibel sauber machen und es danach noch einmal versuchen.
Gruß Gunnar
13. Jun 2018, 11:19
Mumpfel hat geschrieben:Hallo Gerd,
schau dir am besten mal die Explosionszeichnung des Bremssattels bei DATAPARTS an. Dann erkennst du wie der Aufbau insgesamt ist. Sollte sich die Kolben nach Lösen des Bremshebels nicht minimal zurück bewegen, solltest du sie ausbauen (mit Bremshebel pressen) und alles säubern. Am besten dann mit der ATE Bremspaste (blaue Färbung) einstreichen und wieder einbauen. Vorher natürlich auch den Dichtring kontrollieren. Der Sattel sollte auf den Gleitstiften (b. Dataparts heißen sie Stiftschrauben) leicht zu bewegen sein, ansonsten kommt es zum Schleifen der Beläge. Wenn der Schlag der Scheibe 1/10 mm beträgt liegt das meiner Meinung noch im grünen Bereich.
Elektrochemische Korrosion habe ich bisher noch nicht gesehen, eher zu dünne Bremsscheiben durch normale Abnutzung.
Gruß Michael
13. Jun 2018, 13:38
Bastler hat geschrieben:Zum reinigen eines Bremssattels nützt ein Ultraschallbad reichlich wenig.
Da wo die Dichtgummis verbaut sind kommt ein Ultraschallbad nicht dran da hilft nur alles von Hand zerlegen und dann reinigen.
Vielfach sind auch die Rillen wo die Dichtgummis drin sind schon oxidiert da mußt du dann schon von Hand reinigen.
Ich habe für sowas Zahnarzt Instrumente kommt man in jede Ritze mit rein.
Manche Reinigungslösungen reinigen nicht nur die lösen auch Gummi auf.
Die Führungsbolzen muß man auch ausschrauben um den evtl. Rost daran zu entfernen und dann neu zu fetten.
Beim Zusammenbau kannst du anstatt Bremszylinderpaste auch Bremsflüssigkeit nehmen.
Wenn du dir das nicht zutraust such dir jemanden der es kann, von der Bremse hängt dein Leben ab.
-- Automatische Zusammenführung - 13. Jun 2018, 11:22 --
Hallo Bastler,
vielen Dank für die geäußerten Bedenken. Beim Reinigen hab ich vor, die Bremse soweit möglich komplett zu zerlegen, wie weit, wird sich während der Arbeit zeigen.
Natürlich werde ich auch mit der Hand reinigen, ist das dann ausreichend, wird wieder zusammengebaut. Ultraschallreinigung bringt sowieso nur was, wenn es komplett
zerlegt ist, die Reinigungsflüssigkeit würde nahezu jede Dichtung überwinden, dann hat man unzerlegt in jedem Innenraum einen chemischen Cocktail. Ich benutze Uhren-
reinigungslösung, die greift Dichtgummi oder Kunststoff nicht an. Sollten mir irgendwann Bedenken über meine Möglichkeiten kommen, mach ich Schluß, ich bin kein
Kamikaze.
Best Grüße, GerdMumpfel hat geschrieben:Hallo Gerd,
schau dir am besten mal die Explosionszeichnung des Bremssattels bei DATAPARTS an. Dann erkennst du wie der Aufbau insgesamt ist. Sollte sich die Kolben nach Lösen des Bremshebels nicht minimal zurück bewegen, solltest du sie ausbauen (mit Bremshebel pressen) und alles säubern. Am besten dann mit der ATE Bremspaste (blaue Färbung) einstreichen und wieder einbauen. Vorher natürlich auch den Dichtring kontrollieren. Der Sattel sollte auf den Gleitstiften (b. Dataparts heißen sie Stiftschrauben) leicht zu bewegen sein, ansonsten kommt es zum Schleifen der Beläge. Wenn der Schlag der Scheibe 1/10 mm beträgt liegt das meiner Meinung noch im grünen Bereich.
Elektrochemische Korrosion habe ich bisher noch nicht gesehen, eher zu dünne Bremsscheiben durch normale Abnutzung.
Gruß Michael
ATE Bremszylinderpaste ist schon lange nicht mehr blau gefärbt, ebensowenig Plastilube.
15. Jun 2018, 06:38
23. Jun 2018, 21:07
Gerhard Peter hat geschrieben: Ein Nachmessen an der Scheibe ergab ein
Seitenspiel von 0,5mm,
24. Jun 2018, 22:15
Mechanix hat geschrieben:Gerhard Peter hat geschrieben: Ein Nachmessen an der Scheibe ergab ein
Seitenspiel von 0,5mm,
Laut VL WHB wäre 0,3mm Seitenschlag der Bremsscheibe das erlaubte Maximum.
Mindestens sollte sie noch 3mm dick sein.
Im Buch sind die Messuhr und Mikrometer etwa in der Mitte in der Abnutzungsspur zum messen angesetzt.
Könnte es Korrosion zwischen Sheibe und Nabe haben, die den Schlag verursacht?
Gruss Mechanix
25. Jun 2018, 06:30
Gerhard Peter hat geschrieben:Mechanix hat geschrieben:Gerhard Peter hat geschrieben: Ein Nachmessen an der Scheibe ergab ein
Seitenspiel von 0,5mm,
Laut VL WHB wäre 0,3mm Seitenschlag der Bremsscheibe das erlaubte Maximum.
Mindestens sollte sie noch 3mm dick sein.
Im Buch sind die Messuhr und Mikrometer etwa in der Mitte in der Abnutzungsspur zum messen angesetzt.
Könnte es Korrosion zwischen Sheibe und Nabe haben, die den Schlag verursacht?
Gruss Mechanix
Hallo Mechanix,
Dank für die Message. Das Spiel der Bremsscheibe zu Beginn des Themas hab ich wohl etwas aus der Hüfte geschossen.
Eine exakte Nachmessung mit einer Fühlerlehre ergab 2 Werte: Am inneren Durchmesser der Abnutzungsspur 25/100 mm,
also innerhalb der Toleranz, am äußeren Durchmesser glatte 40/100, d. h. die Scheibe in sich schlägt am äußeren Rand mehr
als innen. Die ist auch nicht abgenutzt sondern richtiggehend verbogen, was man beim Vergleich von Innen- und Außenseite
feststellen kann, das aber nicht überall, sondern nur über 1/4 des Umfanges (eindeutige Schleifspuren). Deutet alles auf den
von Elmar vermuteten Hitzestau hin, auch wenn da keine Verfärbung sichtbar ist. Die Bremszange selber war durch Bremsabrieb
von außen schon ziemlich dicht, ich vermute, daß das durch extrem scharfe Kanten der Bremscheibe verursacht ist. Die ist wohl
neu irgendwie beschichtet, die Beschichtung ist natürlich an der Abnutzungsspur weg, aber in den Lüftungslöchern noch drinn
und rasiermesserscharf. Da hab ich entgratet, das hat schon etwas geholfen. Vom Zerlegen der Bremszange hab ich erstmal abgesehen,
der Leidensdruck ist nicht mehr so groß,
Gruß in die Schweiz, Gerd