5. Jun 2021, 07:00
Moin Allerseits
@Mechanix da sag ich mal danke,jetzt sind alle Unklarheiten beseitigt.Es ist wohl tatsächlich so wie vermutet daß das Öl am Stehbolzen vorbei seinen Weg nach oben nimmt.
Simpel konstruiert aber ähnlich wirkungsvoll wie bei 'großen' Maschinen.
Wenn man sich mal vor Augen führt mit welcher Geschwindigkeit bei Nenndrehzahl die einzelnen Komponenten arbeiten,und welcher Belastung sie dabei ausgesetzt sind,begreift man erstmal wie wichtig die Schmierung ist.
Öl muß ja mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen:
SCHMIEREN,und das zuverlässig in allen Temperaturbereichen.
KÜHLEN,indem es als Medium Wärme z.B. zum Ölkühler(Wärmetauscher) befördert.
ABDICHTEN,indem es den Kolben zum Kurbelgehäuse hin abdichtet im Zusammenspiel mit den Kolbenringen,oder auch in Teleskopgabeln.
REINIGEN,es transportiert Verbrennungsrückstände und Abrieb zum Ölfilter.
KRAFTÜBERTRAGUNG,wie zum Beispiel bei Hydrostößeln oder Hydraulikzylindern.
Bei all diesen Aufgaben muß es temperaturbeständig+druckresistent sein,es soll in allen Bereichen seine Fließeigenschaften(Viskosität) behalten.Motorradöl erfüllt da noch komplexere Aufgaben weil es auch noch in Getriebe und Kupplung hohen Scherkräften ausgesetzt ist.
Zum Einen ist es praktisch,mit einem Ölwechsel hat man gleichzeitig Motor + Getriebe versorgt.
Zum Anderen ist ein fristgerechter Ölwechsel aber auch zeitnah nötig weil bei uns mehr Abrieb entsteht,z.B. von Kupplung und Getriebe.Aufgrund der geringen Füllmenge von gut einem Liter kann man sich vorstellen daß hier schnell "Holland in Not" ist.
Darum sollte man diesem Betriebsstoff ruhig mal mehr Aufmerksamkeit schenken und auch regelmäßig den Ölstand kontrollieren.Man kann sich vorstellen daß alle diese Aufgaben bei einer Fehlmenge nur noch unzureichend erfüllt werden können und schnell zu erhöhten Verschleiß führen.
Mein Gott,jetzt ist das schon wieder so'n Roman geworden

Schönes Wochenende,bleibt Erregerfrei + die Linke zum Gruß
Volker