2. Okt 2012, 22:19
Hallo zusammen,
also ich habe angefangen mit Bolzen etwas einsägen, Schlagschrauber drauf, reißt untere Ecke des Bolzens weg. Ansatz der Klinge des Bits im Schlagschrauber umgebogen, Stückchen abgeflext, nochmal gesägt, kräftigeren Bit genommen, das gleiche, der Schlitz wurde unten links richtig weggedrängt und ein Schraubenzieher kann garnicht mehr greifen.
Also nochmal abgesägt, gekörnt, gebohrt, Bit eingeschlagen, der klemmt extrem, dann knirscht es und er fällt mit einigen Spänen raus. Also extra teure Bohrer vom guten Baumarkt mit Beratung besorgt, Linksausdreher dazu und noch sicherheitshalber n Satz (Box) sehr gute Bohrer im 1 mm-Schritten.
Am eingebauten Motor war es absolut umnöglich zu werkeln, also entschloss ich mich, den Motor auszubauen. Die Abbauten (Vergaser Hebel etc) waren leicht, hab es ja schon 100 x gemacht

dann die Motorhaltebolzen: die Muttern waren schon abgedreht, daß es kaum möglich war, ohne Durchdrehen zu lösen. Habe es mit Kriechöl und ner Pause dann geschafft, auch einen Bolzen mußte ich komplett durchtreiben, der war sowas von eingerostet...da hol ich mir neue Bolzen und Muttern.
Motor draussen und dann ging es erst los: mindestens 7 Bohrer verschiederner Größe zerschlissen, den passenden Linksausdreher abgebrochen, (ich bin ein sehr vorsichtiger Mensch, was Mechanik angeht, aber das hab ich noch nie erlebt.
Dann endlich erstes Loch geschafft, Gewinde eingeschnitten und natürlich abgebrochen, hab alles rausbekommen und gewinde hält den 1. Bolzen 1a.
Sieht echt gut aus, bin stolz auf mich.
2. Bohrloch nach Körnung gesetzt und wie der Teufel es will, wandert die Zentrierung ständig nach links, ich kann machen, was ich will... mit ner Kugel ausgefräst und neu zentriert...mit ganz teueren Minibohrern durchgekommen bis zum Bolzenende, aufgebohrt und übermorgen dann zum Baumarkt, Gewindeschneider besorgen und dann alles noch reinigen und !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! meine Schrauben putzen-------sagt Schraubenputzer.......und dann alles wieder zusammenbauen.
Das war n Akt, war 5 Stunden drüber...puh...und jetzt froh, daß ich alleine soweit gekommen bin...
Ich grüße euch
-- Automatische Zusammenführung - Mo 15. Okt 2012, 08:41 --
Also, alles hat geklappt, Stehbolzen stehen beide wieder wie eine 1, 1b, da es nicht 100% mittig zentriert gelaufen ist aber die Schelle ließ sich um 1 mm seitlich erweitern (ausfräsen).
Dabei hab noch was gutes "erfunden":
um keine Bohrspäne in den Zylinder zu bekommen, habe ich das Loch mit einem ausgehärteten Silikonstöpsel aus einer Silikonkartusche zugemacht, passt mit Spannung genau da rein und dichtet 1a ab, also keine eingetrockneten Silikonkartuschen wegwerfen, Silikonsäule einfach rausziehen und ne fingerdicke Scheibe abschneiden. Hält wie ein Abflusstöpsel.
Sicherheitshalber habe ich natürlich vorher ein fusselfreies Tuch hineingestopft aber das war blitzeblank schwarz-rußig, eben ohne Splitter, meine ich. Echt ne große Hilfe.