21. Mär 2014, 16:42
Hallo Leute,
ich habe mit meiner VC 125F einen kleinen Unfall gehabt bei dem u.a. die Gabel vorne verbogen ist. Ich habe mir jetzt zwei neue Gabelholme besorgt, von denen ich aber nicht weiß, ob sie korrekt mit Öl befüllt sind.
Deshalb aktiviere ich den Thread mal neu und frage in die Runde:
Ist mittlerweile geklärt, ob 117 ml oder 177 ml in das Gabelrohr müssen?.
Das ich ja schon ein Unterschied von 30% ! Ich denke was die Anleitung von Louis anbelangt, ist die Zerlegung der Gabel nur beim Austausch der Dichtringe erforderlich. Ich habe neue, also brauche ich eigentlich nur die Bilder von 1-3 und 8 zu befolgen oder sehe ich das falsch?
Gruß
21. Mär 2014, 21:02
Laut WHB sind es 117ml. Wenn du ganz sicher gehen willst misst du den Ölstand nach, sollte 250mm betragen dann stimmt es auf jeden Fall.
21. Mär 2014, 23:14
Wichtig ist auch die Länge der in den Gabeln verbauten Federn. Ich würde die Federbeine zerlegen und alle Verschleißteile innen drin erneuern und vor allen Dingen Dreck der sich im Öl sammelt entfernen. Die meisten Sachen sind ja nicht teuer. Eingefüllt wird 117 ml und Höhe ist 250 mm. Sollten es ganz neue Federholme sein brauchst du garnichts zu kontrollieren. Um den Ölstand zu kontrollieren müßtest du nämlich die Simmerringe ausbauen sonst siehst du ja das Öl nicht. Das Bild 2 von Louis stimmt nicht, man kann den Gabelholm nicht einfach rausziehen der ist von unten verschraubt. Stell dir mal vor das würde so einfach gehen dann könnte die Gabel ja während der Fahrt auseinander fallen.
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23. Mär 2014, 21:52
Waldläufer hat geschrieben:Wichtig ist auch die Länge der in den Gabeln verbauten Federn. Ich würde die Federbeine zerlegen und alle Verschleißteile innen drin erneuern und vor allen Dingen Dreck der sich im Öl sammelt entfernen. Die meisten Sachen sind ja nicht teuer. Eingefüllt wird 117 ml und Höhe ist 250 mm. Sollten es ganz neue Federholme sein brauchst du garnichts zu kontrollieren. Um den Ölstand zu kontrollieren müßtest du nämlich die Simmerringe ausbauen sonst siehst du ja das Öl nicht. Das Bild 2 von Louis stimmt nicht, man kann den Gabelholm nicht einfach rausziehen der ist von unten verschraubt. Stell dir mal vor das würde so einfach gehen dann könnte die Gabel ja während der Fahrt auseinander fallen.
So wie ich das sehe sind die Simmerringe zwischen Tauchrohr und Standrohr. D.h. wenn man die Kopfschraube abdreht kommt das Öl rausgelaufen, wenn man die Dinger auf den Kopf stellt. Die 250 mm werden wohl von oben gemessen im Standrohr.
Also müssen die Dinger nicht auseinander gebaut werden. Wäre ja auch etwas kompliziert für einen einfachen Ölwechsel.
24. Mär 2014, 11:28
An Federbeinen macht man auch nicht nur einen einfachen Ölwechsel. Was nützt es wenn der Ölstand stimmt aber die innen verbauten Federn schon ausgeleiert sind, bzw 2-2,5 cm kürzer sind. Dann ist es auch Quatsch das Öl zu wechseln, zumal der ganze Staub der sich mit der Zeit am Simmering vorbeimogelt anschließend wieder mit dem frischem Öl vermischt. Wenn du die Kopfschraube abdrehst kommen doch eh die Federn raus, manche haben eine große und eine kleine drin. Entweder macht man es richtig oder lässt es so wie es ist. Einfach das Federbein auf den Kopf stellen bringt auch nicht das ganze Öl aus dem Federbein, man muß ein paar mal Pumpen. Warum fragst du uns erst wenn du es eh anders machen willst.
24. Mär 2014, 14:36
Entweder macht man es richtig oder lässt es so wie es ist.
Seh ich auch so. Entweder alles machen oder sein lassen. Bringt sonst wirklich nix der ganze Aufwand.
Die Gabelholme sind ja auch schnell demontiert, soooo schlimm isses nun auch nicht.
Ich werd's bei meiner Daystar im nächsten Herbst/Winter angehen.
26. Mär 2014, 02:10
Bei neuen Gabelholmen werden die Federn durch bloßes rum liegen nicht kürzer geworden sein.
Wohl aber kann hierdurch Öl verloren gegangen oder einfach oxidiert sein. Also brauch ich nicht riskieren, dass beim Ausbau Simmering und Staubschutzring kaputt gehen, wenn ich nur das vielleicht alte Öl wechseln und den Ölstand berichtigen will. Alles klar?
26. Mär 2014, 06:01
Bei neuen Gabelholmen werden die Federn durch bloßes rum liegen nicht kürzer geworden sein.
Hab etwas überlesen, dass du NEUE Gabelholme hast. Dann macht der Tausch der Ringe usw. in der Tat nicht wirklich Sinn. Du wolltest quasi nur nen Ölstandcheck machen
Meine Gabel ist auch "neu" allerdings über 10 Jahre alt. Da Gummis spröde werden und aushärten tausch ich sie im Winter dann mit aus.
26. Mär 2014, 11:49
Wenn an einer neuen Gabel wirklich Öl verloren gehen würde, wären die Simmerringe schon defekt, denn eine andere Stelle gibt es nicht wo Öl austreten kann. Was die Federn anbelangt so können die durch lange Lagerung schon kürzer werden, aber höchsten 1-3 mm, da die Federn leicht vorgespannt sind. In einer nicht benutzten Federgabel kann das Öl fast nicht altern da es keiner Belastung unterliegt. Öl in einer Original Verpackung hällt auch in der heutigen Zeit eine Ewigkeit. Sollte wirklich etwas verharzt sein ist es anschließend immer noch in der Gabel weil das meiste Öl unter dem Tauchrohr ist und das bekommt man nicht mit einfachen Pumpen raus. Einfach einbauen und fahren, nachfüllen kann man auch im eingebautem Zustand und Messen ebenso. An neuen Ersatzteilen würde ich nicht dran rum schrauben. Wenn du aber unbedingt das Öl wechseln willst mußt du trotzdem die komplette Gabel zerlegen, geht doch nichts bei kaputt, aber dann kannst du sehen wie es innen drin aussieht und ob die darin befindlichen Dämpferringe noch in Ordnung sind. Gummis werden nicht einfach so spröde vom nur rumliegen. Gummis gehen nur kaputt wenn sie benutzt werden und mit irgendwelchen Chemikalien die sich im Öl und Benzin befinden zusammen treffen, oder wenn sie den ganzen Tag in der Sonne stehen. In den heute nach Gummi aussehen Ersatzteilen ist aber auch vermehrt Kunststoff drin und das lässt die Teile schneller altern. Ein Simmering oder genauer Wellendichtring besteht eh nicht aus Gummi.
27. Mär 2014, 09:53
Danke Waldläufer....
Also meinste, dass ich mir das zerlegen der Gabel und austauschen der Simmerringe sparen kann? In der Sonne stand sie wohl nie, nur in irgendwelchen dunklen Lagerräumen hat sie 10 Jahre ihres Daseins gefristet.
Außenrum sind mittlerweile alle Gummis erneuert wie Reifen, Dichtungen, Schläuche, Bremsleitung, Motorhalterungen usw. Einfach aus Vorsicht und weil es eben ging
27. Mär 2014, 10:37
Ich habe mir vor knapp 2 jahren einen anderen Otello zugelegt der heute 14 Jahre alt ist, da habe ich nichts dran ausgewechselt mit Ausnahme das was kaputt war und der läuft Top und es ist auch nichts rissig. Selbst die Reifen die auch schon 12 Jahre alt waren habe ich weiter benutzt da sie noch Neu waren und keinerlei Risse oder sonstiges aufwiesen, der Roller stand allerdings in einer Garage und wurde höchstens 300 Km im Jahr gefahren. Wenn Oldtimer Fans so Ängstlich wie du wären würde es keine mehr geben. Wieviele Mitglieder hier kaufen sich einen gebrauchten Bremssattel der mehr als 12 Jahre alt ist und fahren damit ohne Probleme obwohl im innern 2 Gummidichtungen verbaut sind.
27. Mär 2014, 11:50
Naja ängstlich ist nicht so der richtige Ausdruck. Wenn es ein reines Fortbewegungsmittel für mich wäre, würde ich das alles nicht machen. Ist halt reines Hobby die Mühle. Und dann wird halt viel mehr dran gemacht als nötig. Weil ich dazu Lust habe.
Allerdings würde ich tatsächlich nicht mit zwölf Jahren alten Reifen fahren. Da wäre ich doch ängstlich.
Und das lässt sich auf einer nassen Teststrecke auch schnell beweisen: Mach mal nen Bremstest mit uralten Reifen und mit denselben in neu. Da wirste staunen. Die alten blockieren meistens sofort wenn es nass ist.
Und gerade die merkwürdigen Swallow oder wie die Werksreifen bei der Daystar heissen sind mir nie geheuer gewesen. Schon beim lesen diverser Berichte hier nicht. Mit Heidenau hatte ich noch nie Angstphasen egal ob nasse Straßen und steilere Kurven. Die pappen ganz ordentlich und "melden" schon an wenn es heikel wird.