16. Sep 2010, 17:30
Hallo zusammen,
ich bin der Mattes aus Köln; ich besitze keine Daelim (mein nick deutet an, wo meine Präferenz liegt) und habe es auch nicht vor,
aber ich habe derzeit eine Daelim zur Pflege und könnte die eine oder andere Info gebrauchen.
Bitte sagen, wenn ihr das nicht so gut findet; ich hätte Verständnis, wenn "Informationsabzocke" nicht so gern gesehen würde (andererseits: Falls jemand 'ne Frage zu den Berliner 2V bayrischer Provenienz hätte, könnte ich da sicher etwas zurückgeben...)
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Wenn nicht ok, könnt ihr den Rest gleich überlesen, ansonsten lege ich mal los:
Bei dieser Daelim handelt sich um eine VC125F von 1996, knapp 3600Km gelaufen. Wenn ich hier richtig gelesen habe, ist das eine der ersten VC überhaupt (oder eine der ersten importierten?). Ein Garagennachbar hat sie sich gebraucht vor Jahren angeschafft, um mal wieder alte Zeiten aufleben zu lassen. Er hat sie nur 3-4x fahren, bevor wieder andere Dinge wichtiger wurden; wie so oft, war dann immer etwas anderes wichtiger, ergo das gute Stück hat mittlerweile 4,5 Jahre in der Ecke gestanden. Nun soll sie wieder auf die Straße und der gute Mann erinnert sich an den Motorrad-Freak (das wär' dann wohl ich

) in der Garage nebenan ("Du schraubst doch gerne; mach doch mal"). Nun gut; nun habe ich auch nicht gerade unendlich Zeit zur Verfügung; ein Handbuch gibt es, wie sollte es anders sein, natürlich nicht, aber immerhin eine Inspektionsübersicht (zumindest weiß ich, wieviel Öl rein soll...). Bevor ich in tagelangen Versuchen mal dieses und mal jenes abschraube, dachte ich, frag' doch mal die Leute, die davon Ahnung haben...
Generelle Frage: VC125F steht auch auf dem Rahmenschild; bei der Motornummer steht allerdings VC125E: Ist das normal? Sollten Rahmen und Motor nummerngleich sein oder ist das egal?
Spezielle Fragen: Den allgemeinen Zustand würde ich als "3+" bezeichnen. Es gibt ein paar zarte Gebrauchsspuren am Lack, der Chrom ist durchgängig ok. Am Rahmen gibt es an 2-3 kleinen Stellen Rostspuren. Alles nichts, was nicht mit ein wenig Säuberung, Polierwachs und Politur in Form gebracht werden konnte. Etwas weniger schön sieht die Schwinge aus; besonders in den Kettenspanneraufnahmen leuchtet es ein wenig; ich hoffe, dass ein WD40-Bad hier Einhalt gebietet (Schwinge strahlen/lackieren ist keine Option, auch wenn es die saubere Lösung ist).
- wie angedeutet, habe ich eine Reinigung vorgenommen (so weit es die Wurstfinger zugelassen haben)
- Bremsflüssigkeit ist gewechselt
- Reifen wieder auf Druck gebracht
- Kettenspannung eingestellt
- Kette habe ich nur mit Sprühöl behandelt; müsste ansich mit Benzin ausgewaschen werden, aber nun ja, vielleicht komme ich noch dazu
- Bremsbeläge vorne/hinten sehen ok aus
- die tiefentladene Batterie habe ich gleich entsorgt; neue liegt bereit
- Motoröl/-filter gewechselt; Problem: Die Ölablassschraube hat das rheinische Anzugsmoment nicht verkraftet und ist gebrochen

Ich versuche gerade, das Teil mittels Kaltmetall zu reparieren; falls das nicht funktioniert: Wo kann man eine neue Schraube ordern? Preis?
- Wie wird das Gabelöl gewechselt? Konnte keine Ablassschrauben entdecken; Holme ausbauen, umdrehen?
- ansich sollte ich mir den Vergaser noch ansehen; gibt es irgendwo eine Anleitung, wie das Teil ohne Fingerbruch ausbauen kann?
- Ventilspiel kontrollieren: Sieht aus, als sitzt eine Gummidichtung unter dem Ventildeckel; kann man die wiederverwenden? Falls nicht, wo bekomme ich eine?
- Kupplungsspiel: Einstellen? Welche Maße sind zu beachten?
Habt ihr ggf. noch weitere Hinweise, was ich kontrollieren sollte? Sind noch spezielle Dinge hinsichtlich TÜV zu beachten?
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.