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Tanken

21. Mär 2015, 14:00

Hallo,
ich bin gestern mit halb vollem Tank (rund 8-9 Liter) losgefahren, irgendwann stand meine Anzeige dann auf E also bin ich zur Tanke gefahren hab für 5€ getankt weil ich nicht mehr dabei hatte und bin weiter. Nachdem ich für die 5€ getankt hatte war mein Tank allerdings laut Anzeige wieder über die Hälfte voll also so rund 9-10 Liter was ja wohl nicht sein kann oder? :D
Kann mir da jemand weiterhelfen? Warum ist das so? Ist das bei euch ähnlich?

Danke schonmal im Vorraus

MFG Marvin

Re: Tanken

21. Mär 2015, 16:56

Also Deinen "Halb voll", "für fünf Euro getankt" und "über die Hälfte, also rund 9-10 Liter" Angaben traue ich nicht so ganz (no offence meant :-D ).
An meiner 2005er Roadwin zeigt die Tankanzeige "voll" an, bis sie ungefähr halb leer ist. Bei vielleicht 200 oder 250 Kilometer fing sie an, von "voll" auf derzeit (= ca. 300 Kilometer) "halb" abzusinken. Eigentlich müssten jetzt noch drei Liter drin sein. Sie zeigt also falsch an.

(Anmerkung: Ich bin sehr glücklich, daß sie so anzeigt. Alle anderen Tankuhren, die ich im Leben kennen gelernt hatte (ich bin 65), verhalten sich umgekehrt und sind daher völlig aussagefrei - sie zeigen Null an, während der Tank noch mindestens ein Viertel voll ist. Entweder die Koreaner oder ein Vorbesitzer haben mal was Grips bewiesen und die Tankuhr so einreguliert, daß sie erkennen lässt, wann man wirklich zur Tanke fahren sollte).

Suspekt an Deinen Beobachtungen ist mir, dass ein "halb voller Tank rund 8-9 Liter" enthalten soll. Meine VJ125 hat einen 16-Liter-Tank einschließlich 1,1 Liter Reserve. Sie hat also normal 14,9 Liter Inhalt zur Verwertung, "halb voll" wären 7,45 Liter. Du kannst allerdings für fünf Euro nur so 3,8 Liter gekriegt gehabt haben, ein Viertel Tankinhalt. Bei meiner Roadwin mit meiner Tankanzeige würde das reichen, um die Anzeige der Uhr von "fast null" auf "halb voll" gebracht zu haben.

Entweder hakt Deine Tankuhr oder Deine Angabe: "mit halb vollem Tank losgefahren" war zu hoch.

Ich persönlich bin ja der Meinung, wer je einer Tankuhr glaubt, glaubt auch an den Osterhasen. Ich richte mich immer nur nach dem Tageskilometerzähler, den ich natürlich beim Tanken auf Null setze. Das heisst auch, daß ich im Moment, weil ich meine Roadwin nämlich neu angeschafft habe, den Tank einmalig leer fahre, damit ich sehen kann, bei wieviel Kilometern sie stehen bleibt. Im Moment steht sie bei knapp 300km und dürfte noch ein Viertel voll sein. Wenn man das bei einem Fahrzeug einmalig gemacht hat und dann eine ausreichende Sicherheit einkalkuliert (zusätzlich zur Reservestellung), braucht man die Tankuhr nicht mehr.

Re: Tanken

21. Mär 2015, 16:58

Jo, kenn ich von der VS auch.
Die Tankuhr ist eine gute Sache - aber eben kein elektronischer Bordcomputer mit Restreichweiten-Anzeige. :lol:
Und "individuell" ist sie auch - bei verschiedenen Modellen kann die Anzeige auch mal spürbar unterschiedlich ausfallen.

Bei meiner derzeitigen VS bewegte sich die Nadel bei wirklich vollem Tank erst nach 50 Kilometern überhaupt, Halbzeit ist bei 145 Km und "Reserve" bei 250 Km. Dabei verbraucht sie zwischen 2,9 und 3,2 Litern - bei 10 Litern im Tank wären also 300 Km sauber drin, auch wenn die Tankuhr dann schon "on tilt" ist. ;)
Bei meiner vorherigen VS lagen die oben genannten Eckpunkte übrigens bei 45, 155 und 260 Km ... bei identischen Verbrauch.

ICH denke, am besten fährst Du (im wahrsten Sinne des Wortes), wenn Du Deine Tankuhr lesen lernst. Das geht am ehesten, wenn Du den korrekten Verbrauch ermittelst - also richtig volltanken, Tageskilometer-Zähler auf NULL und los. Beim nächsten Tanken auch wieder voll usw. - Verbrauch= getankte Liter x 100 (bzw. Tankmenge ohne Komma), geteilt durch gefahrene Kilometer.
DANN kannst Du im Laufe der Zeit gut sehen, wie viel Sprit bei wievielen Kilometern und der entsprechenden Anzeige "raus" bzw. noch drinnen ist.

Ist alles nur eine Frage der Erfahrung mit der eigenen Maschine - wenn Du regelmäßig fährst, hast Du das nach dem ersten halben Jahr drauf. 8-)

Re: Tanken

21. Mär 2015, 18:35

Marvin kein Grund zur Besorgnis, auch bei meinem Vorgängerroller einem Otello hat die Uhr nie genau das angezeigt was wirklich im Tank war. Das scheint eine kleine Daelim "Krankheit" zu sein. Alle Bemühungen die Sache in den Griff zu bekommen waren umsonst und so habe ich mich arengiert und gelernt das bei E der Tank noch fast halb voll ist. Im Zweifelsfall kann man ja einen sauberen Gegenstand- einen Stab hinein stecken, kann ein Zweig sein oder was man findet, nur in den Tank darf nichts fallen und man sieht wie hoch der Pegel ist. Ich habe immer spätetstens nach 150 Kilometer voll getankt da gab es nie Benzinprobleme.

Re: Tanken

21. Mär 2015, 18:53

Okay :D ja ich habe eben auch bis zum Rand voll gemacht und Zähler auf 0 gestellt mal gucken wie weit ich komme :p
Joa schätze das bekomm ich noch hin und weiß irgendwann, wann ich dann wirklich tanken muss :D Fahre ja auch erst seit gestern Motorrad :D

LG Marvin

Re: Tanken

22. Mär 2015, 08:32

Marvin_9_8 hat geschrieben:mal gucken wie weit ich komme :p


Vielleicht hätte ich bei meinem Posting noch erwähnen sollen, daß ich zur Sicherheit eine klitzekleine Reserve, ca. 3/4 ltr. Sprit, im Topcase mit habe. (Als ständige Mitnahme ist das aber zu gefährlich, ist bei Sturz und Unfall ja schon ein halber Molotov-Cocktail, insbesondere weil ich dazu ein leere Ein-Liter-Flasche von Zweitaktöl hergenommen habe).
Meine VJ hat zwar auch einen Benzinhahn mit "Reserve" Stellung, aber ich wäre nicht der erste, der damit dumm in der Pampa steht, falls der Hahn in dieser Stellung verstopft ist.

Re: Tanken

22. Mär 2015, 08:49

wenn du sowieso nee Pulle dabei hast stell den Hahn doch auf Reserve und fahr die Mühle leer .
dann merkste ob der reserveablauf verstopft ist .

Re: Tanken

22. Mär 2015, 17:50

Im Normalfall hast Du völlig recht. Aber ich habe das Fahrzeug neu gekauft. Ich will erst wissen, bei welchem km-Stand in der Praxis, also ohne vorzeitig auf Reserve zu stellen, die Mühle stehenbleibt. Die Werksangaben über den Tankinhalt und eine Verbrauchsermittlung, die von einem ungeeichten Kilometerzähler und den Ungewissheiten des vermeintlich "randvollen Füllstandes" abhängen, sind mir viel zu ungenau.

Auch probehalber den Benzinhahn bei noch wohlgefülltem Tank mal eben auf "Reserve" stellen gibt mir keine Sicherheit, auch wenn es nur um den Hahn selbst geht. Wer weiss, ob bei einem hin- und herschwappendem "Sumpf" im fast leeren Tank noch genug Benzin durch das Reserveröhrlein durchgeht, in dem (bei meiner Maschine) die Rostpartikel, ersoffenen Mücken usw. usf. von zehn Jahren abgelagert sein könnten.

Habe bei den Kumpels bzw. einer Freundin miterlebt, wie sie absolut nervös wurden, wenn die Nadel ihrer Benzinanzeige in Richtung "Null" ging. Das ist nicht witzig, wenn ich eine Gruppe führe, auf genau ausgearbeiteten kleinen Straßen, und die Fahrerin einer BMW650 (17,5 ltr. Tankinhalt, 350km Reichweite) wird zum Nervenbündel, wenn sich ihr km-Stand den 200 nähert. Einmal diesen kleinen Nervenkitzel durchleben und ab dann Bescheid wissen. Normalerweise würde ich die festgestellte Reichweite natürlich nie ausnützen - Gegenwind oder andere Angewohnheiten wie eine rasantere Fahrweise, nachdem man mit der Maschine vertrauter geworden ist, könnten sie ja 10km vor der erwarteten Tankstelle (=10 km schieben...) zum Stillstand bringen. Aber wenn was schiefgeht, z.B. die eingeplante Tankstelle zu hat, brauche ich nicht eine Fahrt abzubrechen und in Richtung nächstes Industriegebiet usw. zu fahren, unwissend, daß ich immer noch für 100km Sprit zu haben pflegte.

Ich persönlich habe eh in 65 Lebensjahren noch nie eine 125er gefahren. Der 95kg wiegende 50ccm-Zweitaktroller braucht zwischen 4,0 und 4,4 Liter auf 100km, meine 800er Honda mit ihren 286kg genehmigt sich 4,5 bis 5,0 Liter.

14,9 Liter Tankinhalt der Roadwin reicht bei 3,5 Liter Verbrauch um 425km weit, aber manche berichten von 3,2 Liter Verbrauch = 465km. Traue ich dem Braten nicht und rechne, dass die Werksangabe von 14,9 ltr. Inhalt plus 1,1 ltr. Reserve eine Luftblase von 2 ltr. beinhaltet, die kein Mensch auch noch auffüllen kann (bei der erwähnten Honda geht der Tankstutzen ein paar Zentimeter von oben in den Tank rein, in die kann man nie so viel reintanken, wie es im Prospekt stand), und dass ich vielleicht mit meiner real existierenden Maschine 4 ltr. auf 100 verfeuere, sind's plötzlich nur noch 323km bis zum Umschalten auf Reserve. Soll ich deshalb aus Vorsicht immer 140 Kilometer Reichweite verschenken? (Das Beispiel ist fiktiv - ich habe heute bei ca. 327 km noch 92 Millimeter Pegel bis in den tiefsten Sumpf).
Also muss ich einmalig durch das Tal der Tränen durch ... in der Hoffnung, daß der Motor sich nicht in einem Kreisverkehr oder einer Serpentine bergauf verabschiedet :shock: .

Re: Tanken

22. Mär 2015, 18:44

Okay ich habe ja vorhin berichtet meinen zähler auf 0 gestellt zu haben :D hat anscheinen nich ganz geklappt :D sondern hab da 1000 statt 0000 wie bekomm ich den denn auf 0? :D das funktioniert nicht so ganz wie ich das will :D

Re: Tanken

22. Mär 2015, 19:44

Der Wegstreckenzähler ist zwar nicht geeicht (geht infolge Schräglage nicht einmal beim polizeilichen Provida Motorrad), hat aber engere gesetzliche Toleranzen (+/- 4%) als die Geschwindigkeitsanzeige.
Der Wegstreckenzähler geht übrigens bei meiner RoadwinR stattliche 3% nach (23.9 statt 24.7km bzw. 27.7 statt 28.6km je nach Route auf dem Weg in die Arbeit). Bei meinem MP3 nur leichter Nachlauf.
Jedenfalls geht der Wegstreckenzähler, auch wenn nicht geeicht und ungenau, sehr gleichmäßig (ungenau). Ist genauso wie Tankanzeige und Geschwindigkeitsmesser eine individuelle Prüfung bei jedem Fahrzeug wert.