9. Jul 2011, 19:58
Hi Jürgen,
wenn da ein Zahnrad im Getriebe kaputt wäre, würde es nicht mit einem Ruck weitergehen, sondern es würde fürchterlich Knirschen und dann hättest du einen kapitalen Getriebeschaden...

Zahnräder arbeiten mit Formschluß, Kupplungen und Bremsen mit Kraftschluß.
Das heißt: Das die Kraftübertragung bei einem Getriebe über die Form der Zahnräder (Zahnflanken) von statten geht, bei Kupplungen werden einfach nur Beläge auf eine Scheibe gepresst und nur durch den ausreichenden Druck der Beläge auf die Kupplungscheibe wird die Chose zum Drehen gebracht.
Kuppelst du aus werden schlicht und ergreifend die Beläge von der Scheibe entfernt.
Wenn dann wieder Eingekuppelt wird und die Beläge verschlissen, verölt, komplett abgerubbelt oder sonstwas sind kann kein ausreichender Kraftschluß mehr hergestellt werden und dann rutscht halt was durch.
Wenn im Getriebe nun Zähne fehlen würden, oder stark verschlissen sein sollten könntest du das auch beim Fahren deutlich hören.
Nicht nur im Vollastbereich, sondern auch bei langsamerer Gangart.
Ein defektes Zahnrad ist kaputt und bleibt kaputt, egal ob schnell oder langsam gefahren wird, da kann aufgrund der Form nichts durchdrehen
Eine defekte, oder falsch eingestellte Kupplung kann aber in den kleineren Gängen und auch im größten Gang tadellos arbeiten, solange keine Vollast auf das Teil kommt.
Probiers halt aus, beim langsamen Gasgeben wird nichts rucken, bei Vollgas beim Einkuppeln wird´s wieder einen Ruck geben.
Irgendwann sind die Beläge dann entgültig geschrottet und dann wirst du merken, das du auf einmal auch "ruckelnde Zahnräder" in den kleinen Gängen hast.

Mensch das war ein Aufsatz, gell
Gruß Guido